Juni 1956

Elvis Presley's erster Hüftschwung

Hüften lügen nicht. Das war 1956 sicherlich der Fall, als ein aufstrebender junger Rock'n'Roller namens Elvis Presley im Fernsehen auftrat und Dinge mit seinen unteren körperteilen tat, die die Nation empörten. Obwohl der King schon vorher in der Milton Berle Show aufgetreten war, war es das erste Mal, dass er sein berühmtes Becken in einem solchen Ausmass entfaltete, als er sich wie ein Hula-Hoop-Reifen drehte, während er seinen Hit Hound Dog sang.

Performance, Elvis Presley

Juni 1956

Johnny Cash walks the Line

Der «Man in Black» wurde nicht mit einer auf die Schultern geschnallten Gitarre geboren, jedoch mit einer Stimme, die aus den Tiefen der Erde dröhnte. Seine Liebe zur Musik machte ihn zu dem Musiker, der einen seiner grössten Songs, «I Walk the Line», kreieren liess. Als spiritueller Mensch war Cash daran interessiert, spirituelle, vom Gospel beeinflusste Musik zu schreiben. Doch seine Plattenfirma war von dieser Idee nicht begeistert. Cash fand jedoch einen Weg, das zu umgehen. Es heisst, Cash habe «I Walk the Line» in 20 Minuten geschrieben, ein Lied, das seine Treue zu seiner ersten Frau symbolisieren sollte, während er in den 50er Jahren mit Elvis auf Tour war.

Performance, Johnny Cash

Juni 1964

The Beatles erreichen New York

Die «Beatlemania» machte auch nicht vor den USA stopp. Sechs Tage zuvor landete das britische-Rock'n'Roll-Quartett mit ihrem Song «I Want to Hold Your Hand» seinen ersten Nummer-1-Hit in den USA. Die «Fab Four» mit ihren charakteristischen Puddingfrisuren wurden von 3000 kreischenden Fans begrüsst. Zwei Tage später hatten Paul McCartney, 21, Ringo Starr, 23, John Lennon, 23, und George Harrison, 20, ihren ersten Auftritt in der Ed Sullivan Show, einer beliebten Fernseh-Varieté-Show. Obwohl es schwierig war, den Auftritt, über das Geschrei der Teenager-Mädchen, im Studiopublikum zu hören, schalteten schätzungsweise 73 Millionen US-Fernsehzuschauer ein. Dies waren also etwa 40 Prozent der US-Bevölkerung.

Performance, The Beatles, John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr, George Harrison

Juni 1965

Bob Dylan spielt elektrische Gitarre

Singer-Songwriter Bob Dylan gab seine akustische Gitarre zugunsten einer elektrischen auf. Mit diesem Wechsel brachte Dylan schliesslich Rock- und Folkmusik näher zusammen. Ausserdem verlieh er dem Rock'n'Roll, der damals für seine meist leichten Texte bekannt war, eine intellektuellere, poetische Sensibilität.

Performance, Bob Dylan

Juni 1969

Woodstock Festival

Das groovigste Ereignis der Musikgeschichte - das Woodstock Music Festival - zu den Klängen von Jimi Hendrix' E-Gitarre geht zu Ende. Drei Tage lang wurden im Bundesstaat New York Liebe, Frieden und Rock'n'Roll gefeiert.

Festival, Woodstock

Juni 1969

The Beatles letzter öffentlicher Auftritt

Eine der einflussreichsten Musikgruppen aller Zeiten hatte am 29. Januar 1969 ihren letzten öffentlichen Auftritt: Sie gaben ein improvisiertes Konzert auf dem Dach ihres Londoner Aufnahmestudios. Nachbarn beschwerten sich über den Lärm, und die Polizei brach das Konzert ab. John Lennon beendete den Auftritt mit den Worten: «Ich möchte mich im Namen der Gruppe und von mir selbst bedanken und hoffe, dass wir das Vorspielen bestanden haben.» Im April 1970 gab Paul McCartney formell die Auflösung der Gruppe bekannt.

Performance, The Beatles, John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr, George Harrison

Juni 1971

das erste Glastonbury Festival

Ein Jahr zuvor, 1970, gab es bereits eine Veranstaltung mit dem schmissigen Titel Pilton Pop, Blues & Folk Festival, aber 1971 wurde das Wort «Glastonbury» in den Vordergrund gestellt. Performances gab es von David Bowie, Gong, Hawkwind und Traffic. In den 1980er Jahren entwickelte sich Glastonbury langsam zu dem kolossalen, Dolly Parton liebenden Rummel, der es heute ist.

Festival, Performance, David Bowie

Juni 1971

Marvin Gaye's «What's going on»

Marvin Gaye ist zweifellos einer der bekanntesten Motown-Künstler in der Musikwelt. Trotz seiner weichen Stimme war er auch dafür bekannt, dass er über Themen wie den Vietnamkrieg, Drogen und die Wirtschaft nachdachte. Insbesondere in seinem Album «What's Going On», welches im Frühjahr 1971 veröffentlicht wurde. Zu dieser Zeit war es in Motown fast unerhört, über solch schwere Themen zu sprechen, aber Marvin Gaye fand, dass es in diesem Genre in Ordnung war, seine Ideen und Gefühle offen auszudrücken. Schliesslich geht es genau darum, um die Freiheit der Meinungsäusserung.

Album, Marvin Gaye

Juni 1980

John Lennon wird erschossen

John Lennon, ehemaliges Mitglied der Beatles, wird von einem besessenen Fan in New York City erschossen. Gerade als er sein Wohnhaus in Manhattan betreten wollte, schoss Mark David Chapman aus nächster Nähe viermal auf Lennon. Auf dem Weg ins Krankenhaus ist Lennon verstorben. Chapman hatte zuvor ein Autogramm von Lennon erhalten und blieb freiwillig am Ort der Schiesserei, bis er von der Polizei verhaftet wurde. John Lennon war eine Hälfte des Gesangs- und Songschreiberteams, das die Beatles zur beliebtesten Musikgruppe des 20.Jahrhunderts machte.

Todesfall, John Lennon, The Beatles

Juni 1981

MTV geht live

Das «M» steht für «Music». Auch wenn heute nicht mehr ganz. Die gesamte Welt von allem, was mit Musik zu tun hat, wurde am 31. Juli 1981 dies bis zur Unkenntlichkeit verändert. Genau um 12.01 Uhr erklangen die Worte «Ladies and Gentlemen, Rock and Roll». Obwohl es ein globaler Game-Changer wurde, waren diese frühen Tage (und Jahre) ziemlich bescheiden. Der Sender war nur in bestimmten Teilen New Jerseys zu sehen und oft war der Bildschirm leer, während MTV-Mitarbeiter die VHS-Videos austauschten, die gerade ausgestrahlt werden sollten.

Plattform, MTV

Juni 1983

Michael Jackson's erster Moonwalk

Vor 47 Millionen Menschen performte Michael Jackson am 16. Mai 1983 seinen neuen Song «Billie Jean», als sich ein aussergewöhnlicher Moment ereignete, der die Tanzgeschichte veränderte. Er war jedoch nicht der erste der den «Moonwalk» performte. Nachdem Michael Jacksons Manager gesehen hatte, wie Derek Jaxson den «Backslide» im Fernsehen vorführte, ging er zu ihm und fragte, ob Jaxson dem «King of Pop» den gleichen Move beibringen könnte. Wobei Michael Jackson dem Ganzen noch sein ganz persönliches Flair hinzufügte.

Performance, Michael Jackson, Dancemove

Juni 1984

1. Ausgabe der MTV Video Music Awards

Die Radio City Music Hall in New York City beherbergte die allererste Verleihung der MTV Video Music Awards. The Cars gewannen den Preis für das Video des Jahres für ihren Song «You Might Think» und setzten sich damit gegen Michael Jacksons Thriller durch. Währenddessen gewannen The Beatles den Video Vanguard Award für ihren Beitrag zum Fortschritt des Musikvideos.

Awards, MTV, Michael Jackson, The Beatles

Juni 1984

Madonna's «Like a virgin»

Madonna war das Gesicht der 1980er Jahre. Was ihre Karriere jedoch wirklich prägte, waren ihre provokanten Texte in Songs wie «Like a Virgin». Verführerisch und etwas unzüchtig, waren viele schockiert über ihre Performance an den MTV Video Music Awards 1984, welche ihren Ruhm in die Höhe schnellen lies. So wurde sie zu einer musikalischen Ikone, doch nicht jeder war beeindruckt.

Performance, Madonna, Parental Advisory Label

Juni 1985

Live Aids rockt das Wembley

Prinz Charles und Prinzessin Diana eröffnen im Wembley Stadion in London offiziell Live Aid, ein weltweites Rockkonzert, das organisiert wurde, um Geld für die Hilfe der von Hungersnot betroffenen Afrikanischen Länder zu sammeln. In dem 16-stündigen «Superkonzert», das in weiteren Arenen fortgesetzt wurde, sahen mehr als eine Milliarde Zuschauer in 110 Nationen zu. In einem Triumph der Technik und des guten Willens sammelte die Veranstaltung mehr als 125 Millionen Dollar für die Hungerhilfe in Afrika. In nur 10 Wochen organisiert, fand Live Aid am Samstag, den 13. Juli 1985 statt. Mehr als 75 Künstler traten auf, darunter Elton John, Madonna, Santana, Run-DMC, Sade, Sting, Bryan Adams, die Beach Boys, Mick Jagger, David Bowie, Queen, Duran Duran, U2, The Who, Tom Petty, Neil Young und Eric Clapton.

Performance, Live Aid, Bob Geldof, Elton John, Madonna, Run-DMC, Bryan Adams, Mick Jagger, David Bowie, Queen, Freddy Mercury, U2, The Who, Eric Clapton, Charity

Juni 1985

Parental Advisory Label

In Washington D.C. war Tipper Gore, die damalige Ehefrau des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore, von Madonnas Musik, insbesondere nach ihrem Auftritt an den MTV Video Music Awards 1984 zutiefst beleidigt und half bei der Gründung eines Gremiums besorgter Eltern, deren kleine Kinder den expliziten Inhalten ausgesetzt waren. Inoffiziell bekannt als die «Ehefrauen von Washington» schlossen sie sich zusammen, um Warnhinweise für explizite Musikinhalte zu fordern. Obwohl es viele Kontroversen um das Thema gab, hatten Tipper Gore und ihre Mädels Erfolg mit den «Parental Advisory Labels», die heute auf diversen Albumcovern zu sehen sind.

Performance, Madonna, Parental Advisory Label

Juni 1991

Nirvana bringt Grunge in den Mainstream

Es war Nirvanas «Smells Like Teen Spirit», der in der amerikanischen Kultur Wellen schlug. Der Song war in den meisten Ländern der grösste Hit von Nirvana. Der Erfolg der Single und des Albums «Nevermind» war unerwartet und katapultierte das Album 1992 an die Spitze der Charts. Infolgedessen trug Nirvana den «Grunge» in den Mainstream.

Veröffentlichung, Nirvana

Juni 1994

Kurt Cobain tot aufgefunden

Am 8. April 1994 wurde der Rockstar Kurt Cobain tot in seinem Haus ausserhalb von Seattle, Washington, aufgefunden. Cobains Selbstmord beendete ein Leben, das von weit mehr Leiden geprägt war, als man mit Rock-Superstardom assoziiert. Kurt Cobain wurde berühmt als Anführer und Hauptsongschreiber der Band Nirvana. So enorm populär Nirvana im Gefolge ihrer epochalen Single «Smells Like Teen Spirit» (1991) wurde, so leicht vergisst man, wie weit ausserhalb des Mainstreams die Band wirklich stand und wie wenig der heroinabhängige Kurt Cobain zur Pop-Berühmtheit taugte.

Todesfall, Kurt Cobain, Nirvana

Juni 1996

Tod von Tupac Shakur

Tupac Shakur ist bis heute eine der grössten Hip-Hop-Ikonen der Welt. Er war nicht nur ein Musiker, sondern auch ein Mann der Poesie und des Theaters. Er trat sogar in Shakespeare-Stücken auf und schrieb Gedichte. Überrascht Sie das? Tupac war ein wortgewandter Mensch, der seine Bildung auf seine Musik anwendete. Doch sein Leben war keine Komödie, es wurde offenbar zu einer Tragödie - eine, die angeblich die Rivalität zwischen West- und Ostküsten-Hip-Hop begründete. Während der Aufnahme seines dritten Albums wurde Tupac von zwei bewaffneten Männern in der Lobby eines Gebäudes in Midtown Manhattan überfallen. Zu der Zeit glaubte Tupac, dass es wegen einer Rivalität zwischen ihm und Biggie «The Notorious B.I.G.» und Sean «P.Diddy» Combs war. Was auch immer der Fall war, sein Tod am 13. September 1996 konnte die Lautstärke seines Lebens oder seiner Musik nicht herunterdrehen, und er wird weiterhin anerkannt, da posthume Veröffentlichungen seiner Alben herausgebracht werden.

Todesfall, Tupac Shakur

Juni 1997

Tod von Biggie

Christopher Wallace alias Biggie «The Notorious B.I.G.» wurde am 9. März 1997 in Los Angeles erschossen. Biggie wurde nur 24 Jahre alt. Knapp sechs Monate nach der Ermordung von Tupac Shakur liess der zweite grosse Superstar des Hip-Hop sein Leben. Der Höhepunkt eines Streits zwischen der Ost- und Westküste, in dem Sticheleien und Beschuldigungen fatal eskalierten. Bis heute ranken sich noch viele Gerüchte um das Ableben von Biggie. Schon zu Lebzeiten war er, der Superstars wie Eminem, Jay-Z und 50 Cent massgeblich beeinflusste, eine echte Grösse. Doch bizarrer-weise machte ihn erst sein Tod zur Legende.

Todesfall, Biggie

Juni 1998

Amazon verkauft Musik online

An diesem eher unbedeutenden Tag im Jahr 1998 änderte sich die Welt ein wenig für immer. Jeff Bezos beschloss mit seiner kleinen Website, auf der er Bücher über das Internet verkaufte, es mit den Giganten wie CDNow und Music Boulevard aufzunehmen, in dem er begann, Musik über das Internet zu verkaufen.

Plattform, Amazon

Juni 1998

Britney Spears «Baby One More Time»

Im Oktober 1998 wird das Musikvideo zu Britney Spears «Baby One More Time» erstmals auf MTV ausgestrahlt. Damit wurde der Beginn des Teenie-Pop-Wahns der späten 90er und frühen 00er Jahre markiert. Mit diesem Song wurde Spears in die internationale Popkultur-Szene katapultiert und wurde sofort zu einer Ikone und eine der kontroversesten und erfolgreichsten Sängerinnen des 21. Jahrhunderts.

Veröffentlichung, Britney Spears

Juni 1999

Die Geburt von Napster

Der Download-Service Napster, versorgte allein im Jahr 2000 geschätzte 100 Millionen Nutzer mit kostenloser Musik. Damit wurde das Ende der traditionellen Musikformate markiert. Der Aufstieg der File-Sharing-Website hatte einen erschütternden Einfluss auf die Musik- und Digitalindustrie. Trotz Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen kann jedoch gesagt werden, dass der Aufstieg von Napster und des Internets insgesamt eine Plattform bildete, die plötzlich einen einfachen Zugang zu ehemals teuren Methoden der Musikbeschaffung ermöglichte. Die Musikindustrie war nicht in der Lage, den Giganten des Musikdownloads zu bezwingen, also musste sie sich anpassen. Das Ergebnis: Live-Auftritte lösten den Plattenverkauf als Haupteinnahmequelle ab.

Plattform, Napster, Streaming

Juni 2001

der erste iPod von Apple

Jede Ära der Musikgeschichte hat ihre eigene Technologie, die die Art und Weise, wie Menschen Musik hören veränderte. Dieses Mal war es der iPod, der erste tragbare MP3-Player von Apple, der zum Mainstream wurde. Der iPod jenes Jahres nutzte ein Scrollrad, um auf die damals riesige Sammlung von Musikdateien (5-Gigabyte und 10-Gigabyte) zuzugreifen. Das Gerät machte digitale Musik um einiges populärer als CDs. Und es war ein Hauptgrund für den späteren Rückgang der CD-Verkäufe. Die Leute wollten die kleinstmöglichen Gadgets. Steve Jobs und Apple Inc. steckten im Grunde die Welt in jedermanns Tasche.

Plattform, Apple, Streaming

Juni 2008

Spotify erscheint in den USA

Seit 2006 in Stockholm entwickelt, wurde der Dienst am 7. Oktober 2008 gestartet. Spotify gibt im Juli 2011 sein Debüt in den USA. Der Streaming-Dienst entwickelte sich zu einem der beliebtesten Musikplattformen. Bis Ende 2019 zog der Dienst weltweit 248 Millionen Nutzer an.

Plattform, Spotify, Streaming

Juni 2009

Die Kanye West / Taylor Swift Fehde

Wenn Kanye West nicht gerade eingängige und kontroverse Musik macht, dann ist er entschlossen uns zu unterhalten und nie zu langweilen. West lebt von seinen spontanen Reden und das beste Beispiel waren die MTV Video Music Awards 2009, als er Taylor Swift das Rampenlicht klaute. Swift gewann in der Kategorie bestes weibliches Musikvideo, doch zu ihrer Dankesrede kam sie nicht wirklich. Kanye West nahm Swift das Mikrofon kurzerhand weg und teilte seine Gedanken: «Es tut mir leid, aber Beyoncé hatte eines der besten Videos aller Zeiten.». Alles in allem war es ein denkwürdiger und ikonischer Moment in der Musik- und Award-Show-Geschichte.

Awards, Taylor Swift, Kanye West, MTV

Juni 2009

Fusion der Ticketgiganten

Ticketmaster und Live Nation fusionieren zu einem Live-Event-Giganten namens «Live Nation Entertainment». Im Januar 2010 genehmigt das US-Justizministerium die umstrittene Fusion zwischen den beiden grössten Akteuren im 4,4 Milliarden Dollar schweren globalen Live-Musikgeschäft.

Plattform, Konzert

Juni 2010

The Beatles Musik-Katalog

Nach jahrelangem Zögern beenden die Beatles ihren digitalen Boykott und bringen ihren Musik-Katalog endlich auf Apples iTunes. Der lukrative Deal ist sowohl ein Gewinn für Beatles-Liebhaber als auch ein Zeichen für die Unausweichlichkeit digitaler Musikläden - zumindest für die nächste Zeit.

Plattform, The Beatles, Streaming

Juni 2012

Hologramm-Performance von Tupac

Ein Hologramm von Tupac Shakur «performt» beim Coachella Festival neben Snoop Dogg und Dr. Dre. Der Spezialeffekt, der zwischen 100’000 und 400’000 Dollar gekostet haben soll, dient als Vorlage für die Einführung anderer Hologramm-Touren mit verstorbenen Künstlern wie Roy Orbison und Whitney Houston - obwohl einige dieser Pläne noch nicht verwirklicht wurden.

Performance, Tupac, Festival

Juni 2012

Gangnam Style

Es gibt populäre und es gibt virale Hits. Und dann gibt es noch allgegenwärtige Smash-Hits wie Psy’s «Gangnam Style», der hunderte von Millionen Menschen mit der koreanischen Popmusikszene über ein Musikvideo und einen globalen Tanzwahn vertraut machte. Am 21. Dezember 2012 wird das Musikvideo, das erste YouTube-Video, das eine Milliarde Aufrufe erreichte. Die weltweite Popularität des Videos ist eine Fallstudie für die Macht und Unberechenbarkeit von viralen Internetinhalten.

Veröffentlichung, Plattform, Youtube, Psy, Dancemove

Juni 2013

Disney's «Let it go»

Soundtrack-Verkäufe waren zu diesem Zeitpunkt nach den Worten von Musikmanagern grösstenteils «eine vergangene Ära». Der Soundtrack zu Disney’s Animationsfilm «Frozen» schaffte es, alle Erwartungen zu übertreffen. Innerhalb weniger Monate erzielt der Soundtrack mehr als eine Million Albumverkäufe und Hunderte Millionen Streams, ganz zu schweigen von einem Oscar-Gewinn für den Titelsong «Let It Go».

Veröffentlichung, Disney

Juni 2013

«Beyoncé» überrascht die Welt

Ohne Vorwarnung veröffentlicht Beyoncé 14 neue Songs und 17 Videos in einem, wie sie es nennt, «visuellen Album», das den Titel «Beyoncé» trägt. Auch Ehemann Jay-Z und die zweijährige Tochter Blue Ivy wirken mit. Die Platte - die in einer Pressemitteilung als «nicht-lineare Reise durch die Gedanken und Visionen von Beyoncé» beschrieben wird, die «als umfassendes audio-visuelles Werk von oben nach unten konsumiert werden soll» - löst eine Welle von Überraschungsalben in den nächsten Jahren aus, da Künstler erkennen, dass überraschende Veröffentlichungen im digitalen Streaming-Zeitalter genauso viel Wirkung haben können wie monatelange Vorbereitungen.

Veröffentlichung, Album, Beyoncé

Juni 2014

Shawn Mendes geht viral

Mittels der Social-Media-App «Vine» startete die Karriere des heutigen Superstars Shawn Mendes. Der kanadische Teenager erreichte eine halbe Milliarde Views auf seinen Sechs-Sekunden-Covern von Justin Bieber und Ed Sheeran. 2013 wurde er dadurch von einem Künstlermanager entdeckt und zu dem Megastar der er heute ist, avanciert. Im Sommer 2014 veröffentlichte er seine erste eigene Single «Life of the Party». Er wurde der jüngste Debütant in den Top 25 der US Billboard Hot 100.

Veröffentlichung, Shawn Mendes

Juni 2014

Der Grammy, der keiner ist

Macklemores vier Grammy-Auszeichnungen überschatten beinahe seine Nachricht an den ebenfalls nominierten Kendrick Lamar: «Du wurdest beraubt, für das beste Rap-Album und ich wollte, dass du gewinnst. Du solltest gewinnen. Es ist seltsam und es ist scheisse, dass ich dich beraubt habe.», teilte Macklemore Stunden später an Lamar mit. In einem Social-Media-Post an seine Fans behauptet Macklemore, Lamar habe den Grammy für das beste Rap-Album verdient. Ein Moment der sowohl für die wachsende Macht der Künstler, über den Mediendiskurs, als auch für den schwindenden Einfluss der tatsächlichen Ergebnisse der Preisverleihungen steht.

Awards, Macklemore, Kendrick Lamar

Juni 2014

Taylor Swift im Streit mit Musik-Streaming

Als Protest gegen das kostenlose Angebot des Streaming-Dienstes, zog Taylor Swift abrupt ihren gesamten Katalog von Spotify ab. Sie schrieb eine Botschaft an die Welt: «Musik ist Kunst, und Kunst ist wichtig und selten. Wichtige, seltene Dinge sind wertvoll. Wertvolle Dinge sollten bezahlt werden.» Der Superstar kehrt 2017 zu Spotify zurück, aber ihre vorübergehende Abwesenheit veranlasste die Branche, einen Schritt zurückzutreten und zu erkennen, wie viel Macht Künstler in der Streaming-geführten Ära wirklich ausüben können.

Plattform, Streaming, Spotify, Taylor Swift

Juni 2015

Blurred Lines-Klage

Eine Jury in Los Angeles entschied in einem Schock-Urteil, dass Robin Thicke merklich von Marvin Gayes Hit «Got to Give It Up» aus dem Jahr 1977 abgekupfert hat, als er mit Pharrell Williams und T.I. den Smash-Hit «Blurred Lines» schrieb, welcher 2013 einer der grössten Hits war. Es wurde eine Auszahlung von mehreren Millionen Dollar an Gayes Nachlass angeordert. Die Musikbranche warnte vor einem Welleneffekt der «Blurred Lines»-Klage, der zu Dutzenden von neuen Urheberrechtsklagen führen könnte.

Veröffentlichung, Robin Thicke, Pharrell Williams

Juni 2015

Carpool Karaoke

James Corden führte in seiner Show «The Late Late Show with James Corden» ein neues Format ein – Carpool Karaoke. Erster Gast der Reihe war Mariah Carey. Die minutenlange «Carpool Karaoke»-Reihe wird ein Riesenerfolg und wird 2016 von Apple Music in einem exklusiven Lizenzvertrag aufgekauft, was auf eine vielversprechende Zukunft für Musik in unkonventionellen neuen Medienformen hindeutet.

Veröffentlichung, James Corden, Mariah Carey

Juni 2015

Apple Music

Apple stellte sein lange geplantes neues Projekt Apple Music vor. Einen Abo-Musik-Streaming-Dienst, der genau das Gleiche macht wie Spotify, wie Tech-Kritiker betonen. Enttäuscht tweetet Daniel Ek, Gründer von Spotify: «Oh ok.» Aber Apples Rivale bewies, dass die Streaming-Industrie ein Spiel für zwei Spieler sein kann.

Plattform, Streaming, Apple

Juni 2015

Albumrelease jetzt Freitags

Die International Federation of the Phonographic Industry verlegte alle weltweiten Musikveröffentlichungen auf den Freitag. So soll die Piraterie auf der ganzen Welt eingedämmt werden und den Künstlern die Möglichkeit gegeben werden, sich auf ihre Social-Media-Kampagnen zu konzentrieren um «die Aufregung und das Gefühl für die Veröffentlichung neuer Musik neu zu entfachen». Wobei sie sich auf Verbraucherstudien beruft, die darauf hindeuten, dass die Fans am meisten daran interessiert sind, neue Musik zu kaufen, wenn sie ins Wochenende gehen.

Veröffentlichung, Album

Juni 2015

Terroranschläge verändern die Sicherheit von Konzerten

Während einem Konzert der Band «Eagles of Death Metal» im Bataclan in Paris, wurde das Publikum von Terroristen angegriffen, die mit automatischen Gewehren, Granaten und Selbstmordwesten hantierten. Fast 100 Menschen starben. Zwei Jahre später tötete eine Bombe 22 Menschen bei einem Ariana Grande-Konzert in Manchester, und ein Schütze beim Route 91 Harvest Music Festival in Las Vegas eröffnete das Feuer auf die Menge und tötete 58 Menschen. In der Folge begannen Konzertveranstalter extreme Sicherheitstaktiken, wie Dampfspürhunde und Anti-Drohnen-Technologien zu testen. Denn während es bei der Sicherheitsbranche früher vor allem um die Kontrolle von Menschenmengen ging, muss sie sich nun auch vor gewalttätigen Angriffen schützen.

Konzert, Todesfall, Eagles of Death Metal, Ariana Grande

Juni 2015

Soundtrack «Hamilton»

Der Erfolg von Frozen's «Let It Go» war kein einmaliger Moment für Soundtracks. Der Soundtrack zu Hamilton, ein Musical über Alexander Hamilton feierte ein rekordverdächtiges Chart-Debüt. Die Cast-Aufnahme debütierte auf Platz 12 der Billboard 200-Charts. Es zeigte, dass eine Cast-Soundtrack-LP im 21. Jahrhundert als kraftvolles, zusammenhängendes, berauschendes Pop-Erlebnis funktionieren kann.

Veröffentlichung, Hamilton

Juni 2016

Kanye West: Ima fix wolves

Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung seiner neuen LP «The Life of Pablo» erklärte Kanye West, dass er mit dem Album noch nicht ganz fertig war. Der Track «Wolves» sollte noch ein Update bekommen. Einen Monat später ging West sogar noch einen Schritt weiter, indem er ganze 12 Songs des Albums aktualisierte, hauptsächlich mit Produktions- und Gesangsverbesserungen. Dies zeigte, dass das Konzept der Fertigstellung eines Albums in der Streaming-Ära überholt sein könnte. Oder war es das Konzept des Albums selbst?

Veröffentlichung, Album, Kanye West

Juni 2016

Der Tod von Prince

Der Tod von Prince durch eine Überdosis schockierte Fans auf der ganzen Welt. Sein Ableben brachte auch die tausenden Stunden, verschlossener Musik in seinem Paisley Park Tresor, plötzlich in Gefahr. Ohne Testament wurde die Frage der Kontrolle über seinen Nachlass, im Wert von hunderten Millionen Dollar, zum Streitpunkt. 2018 schloss Sonys Legacy Records einen Deal mit Prince' Nachlass, um exklusiver Vertriebspartner für 35 zuvor veröffentlichte Alben zu sein. Bis dahin blieb die Musik aus dem Tresor völlig ungehört.

Todesfall, Prince

Juni 2016

Frank Ocean's Doppelschlag

Frank Ocean veröffentlichte sein neues Album «Endless», das exklusiv auf Apple Music erschien und seine vertragliche Verpflichtung gegenüber der Universal Music Group erfüllte. Einen Tag später veröffentlichte er ein zweites Album «Blonde», das von Kritikern allgemein als das bessere Album gelobt wurde. Aufgrund der fehlenden Beteiligung des Labels spielte «Blonde» dem Künstler einen weitaus grösseren Teil der Tantiemen ein. Der Vorsitzende von Universal, Lucian Grainge, reagierte darauf, indem er Streaming-Exklusivangebote bei dem Musikunternehmen sofort verbot. Damit macht Grainge eine Strategie zunichte, auf die die Labels fast das ganze letzte Jahr über scharf waren.

Veröffentlichung, Frank Ocean

Juni 2016

Nostalgie zahlt sich aus

Das Desert Trip Festival, auch bekannt als das «Coachella für alte Leute», bewies den Zweiflern das Gegenteil. Es war ein Killer-Festival, welches mit beeindruckenden Auftritten von den Rolling Stones, Neil Young, Paul McCartney, Roger Waters, Bob Dylan und The Who veranstaltet wurde. Der beispiellose finanzielle Umfang, drei-Tages-Tickets kosteten bis zu 1599 Dollar pro Person, führt zu einem rekordverdächtigen Bruttoergebnis von 160 Millionen Dollar. Das liegt weit über den 94 Millionen Dollar, die Coachella einspielte.

Festival, Rolling Stones, Neil Young, Paul McCartney, Roger

Juni 2016

Young Thug's Albumcover

Als Young Thug sein neuestes Mixtape «No, My Name Is Jeffery» veröffentlichte, sorgte das Coverbild, auf dem er in einem rockähnlichen Kleidungsstück zu sehen ist, für Aufregung im Internet. Der Designer Trincone hatte das Kleid mit vielen der gleichen Ideologien im Kopf entworfen, an die Thug glaubt, insbesondere Androgynität und geschlechtsneutrale Identität. Dieser Akt eines schwarzen Mannes, der einen Rock auf seinem Albumcover trägt, trug dazu bei, die Definition von Männlichkeit weiterzuentwickeln. Besonders in der schwarzen Community und noch mehr in der Hip-Hop-Landschaft. Dennoch war der Rapper aus Atlanta lediglich das Nebenprodukt einer langsamen Entwicklung, die seit Jahren stattfindet - Männer, die sich kreativ ausserhalb der Geschlechternormen ausdrücken - und die vor ihm schon von Leuten wie Prince, Andre 3000 und Kanye West erreicht wurde.

Veröffentlichung, Young Thug

Juni 2017

One Love Manchester

Am 22. Mai 2017 wurde mit einer Sprengladung ein Selbstmordattentat in der Manchester Arena in Manchester nach einem Konzert von Ariana Grande verübt. 23 Menschen, darunter der Attentäter, wurden getötet und 116 schwer verletzt. Wenige Stunden nach Ende des Konzerts hatte sich Grande via Twitter und Facebook zu Wort gemeldet: «Mein Herz ist gebrochen. Es tut mir unendlich leid. Mir fehlen die Worte.» Sie unterbrach ihre Tournee und gab später bekannt, ein Benefizkonzert in Manchester für die Opfer des Anschlags zu organisieren. Das Benefizkonzert fand am 04. Juni 2017 im Old Trafford Cricket Ground in Manchester statt und wurde von etwa 50’000 Menschen besucht. Weitere Künstler waren unter anderem Justin Bieber, The Black Eyed Peas, Coldplay, Miley Cyrus, Niall Horan, Little Mix, Katy Perry, Take That, Pharrell Williams, Marcus Mumford und Robbie Williams. Die Erlöse des Konzerts gingen an den Nothilfefonds, We Love Manchester Emergency Fund, der nach dem Anschlag in der Manchester Arena von der Stadt Manchester und dem Britischen Roten Kreuz eingerichtet wurde. Die Veranstaltung wurde in mindestens 38 Ländern übertragen.

Konzert, Ariana Grande, Festival, Todesfall, Justin Bieber, The Black Eyed Peas, Coldplay, Miley Cyrus, Niall Horan, Little Mix, Katy Perry, Take That, Pharrell Williams, Marcus Mumford, Robbie Williams

Juni 2017

erster «Streaming» Grammy

Die Recording Academy kündigte an, dass neu auch reine Streaming-Alben für die Grammys zugelassen werden. Chance the Rapper schrieb im nächsten Jahr Grammy-Geschichte, als «Coloring Book» die erste Grammy-gekrönte Platte wird, die keine physischen Kopien verkaufte. «Ruhm oder vermeintlicher Erfolg, das kommt alles vom Gruppendenken», sagte einst Chance über seine persönliche Einstellung. Eine Philosophie, die auch für das Regelwerk der Grammys gilt.

Awards, Chance the Rapper, Streaming

Juni 2017

Despacito

Luis Fonsi und Daddy Yankee trotzten mit ihrem spanischen Hit «Despacito» der Schwerkraft. Das YouTube-Video ist das erste mit fünf Milliarden Aufrufen und der meist gestreamte Track weltweit. Die grösste Leistung war jedoch, dass der Song die Sprachbarriere für Pop-Hits in den USA durchbrochen und dem Publikum gezeigt hatte, dass Musik nicht vollständig verstanden werden muss, um geliebt zu werden.

Veröffentlichung, Luis Fonsi, Daddy Yankee

Juni 2017

Drake's 22-Track-Platte

Drake veröffentlichte eine 22-Track-Platte, die keine Platte ist. Drake betonte, dass es sich bei «More Life» weder um ein Album noch um ein Mixtape handelt. Stattdessen ist es eine Playlist, die als «eine Sammlung von Songs, die zum Soundtrack deines Lebens werden», dienen soll. Die 82-minütige Nicht-Platte führt den Hörer von karibischem Dancehall bis zu südafrikanischem House, und die Selbstbezeichnung als Gemeinschaftswerk unterstreichen das.

Veröffentlichung, Drake

Juni 2017

Future löst sich selbst ab

Was ist besser als ein einziges Nummer-Eins-Debütalbum? Gleich zwei, Rücken an Rücken. Future’s Album «HNDRXX» löste sein anderes Album «Future» von der Spitze der Billboard 200 Charts ab. Das zeigte, wie verrückt die Dinge in der Ära des billigen und sofortigen Musikvertriebs und -zugangs werden können. Das Double-Feature mag ein Verkaufstrick sein, aber es spiegelte auch das Verhalten des Publikums wider: Die Fans verschlingen neue Musik von grossen Künstlern so schnell, wie diese sie veröffentlichen können.

Veröffentlichung, Future, Streaming

Juni 2017

Streaming führende Vertriebsform

Streaming hatte in diesem Jahr erstmals mehr Geld für die US-Musikindustrie generiert als alle anderen Vertriebsformen. Das wurde bekannt, als die Recording Industry Association of America (RIAA) ihre Zahlen veröffentlichte. Das neue Kräfteverhältnis sorgte bei den traditionellen Musikunternehmen zunächst für viel Kopfzerbrechen, doch die meisten haben ihre Anstrengungen und Budgets entsprechend umverteilt.

Plattform, Streaming

Juni 2017

Das Festival das nicht war

Ist Billy McFarland ein Genie oder ein Wahnsinniger? Das Fyre Festival war eine als elitäres Musikfestival geplante Veranstaltung, die 2017 auf der Bahamas-Insel Exuma vorzeitig abgebrochen wurde. Organisiert wurde das Event von Billy McFarland, CEO von Fyre Media Inc. und dem Rapper Ja Rule. Ziel war, die gleichnamige Fyre-App zu promoten. Aufgrund unzureichender Vorbereitungen bei gleichzeitig sehr aufwendiger und viraler Bewerbung der Veranstaltung, die zu entsprechenden Erwartungen seitens der Besucher führte, entwickelte sich das Festival zu einem Fehlschlag mit betrügerischem Anstrich. In der Folge kam es zu mehreren Prozessen gegen die Beteiligten, in deren Verlauf sich unter anderem McFarland im März 2018 als des Betruges schuldig bekannte und im Oktober 2018 zu sechs Jahren Gefängnis sowie einer Strafzahlung in Höhe von 26 Millionen US-Dollar verurteilt wurde.

Festival

Juni 2017

Gucci Gang's Eroberung von SoundCloud

Lil Pumps zweiminütiger Tune «Gucci Gang», schaffte es, die perfekte Balance zwischen Unschuld und Respektlosigkeit zu finden. Indem er jeden anspricht, schaffte es «Gucci Gang» innerhalb weniger Monate von einem selbstveröffentlichenden SoundCloud-Rapper zu einem Major-Label-Künstler. Das ist ebenso ein Beweis für den Erfolg der DIY-Plattform SoundCloud wie für die Goldgräberstimmung in der Branche für neue Rap-Talente.

Veröffentlichung, Plattform, Gucci Gang

Juni 2018

Kendrick Lamar's Pulitzer-Preis

Für sein Album DAMN erhält Kendrick Lamar als erster nicht-klassischer und nicht-jazziger Künstler überhaupt den Pulitzer-Preis für Musik. Das Pulitzer-Gremium lobte vor allem die «volkstümliche Authentizität und rhythmische Dynamik» von DAMN.

Awards, Kendrick Lamer

Juni 2018

Beyoncé's Coachella

In dem was vielleicht für immer als «Beychella» (Beyoncé’s Coachella) bekannt sein wird, zeigte die 2018er Version des Festivals in der kalifornischen Wüste. Der Superstar marschierte mit einer hundertköpfigen Crew auf die Bühne und zeigte mit einer Schar von Multi-Genre-Freunden und Familienmitgliedern und einer dramatisch neuen Vision, was das traditionell rockorientierte Musikfestival sein kann.

Festival, Beyoncé

Juni 2018

erste weibliche Rapperin mit zwei No.1-Hits

Mit ihren beiden Hits «I Like It» und «Bodak Yellow» wird Cardi B zur ersten weiblichen Rapperin, die zwei Nummer-Eins-Hits in den USA hatte. Die selbsternannte «Strip-Club Mariah Carey» ist ausserdem die erste Künstlerin seit Lady Gaga, die mit einem Debütalbum zwei Top-Hits landete.

Veröffentlichung, Cardi B

Juni 2018

Drake’s Streaming-Meilenstein

Das fünfte Studioalbum «Scorpion» des kanadischen Rappers Drake erreichte einen Meilenstein. Die Platte wurde die erste, die 1 Milliarde Streams in einer einzigen Woche erreichte. Es ist ein Doppelalbum, das aus 25 Tracks besteht. Die erste Scheibe ist hauptsächlich Hip-Hop, während die zweite Scheibe als R&B und Pop beschrieben wurde.

Veröffentlichung, Album, Drake

Juni 2019

viral dank TikTok

Mit einer Milliarde Downloads der App im Jahr 2018 beweist TikTok, dass es mehr als ein Fleck auf dem Radar der Musikindustrie ist. Die Social-Media-App, in der Nutzer vertonte Videos erstellen, ist gross genug, dass jeder, vom Amateurkünstler bis zum Major-Label, viral gehen kann. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Hits und Musiker, die mit Hilfe der App durchgestartet sind.

Plattform, Tiktok

Juni 2019

K-Pop in Amerika

BTS wurde als Act ausgewählt, um die Sommerkonzertreihe von «Good Morning America» zu eröffnen. Ein Auftritt für den viele aufstrebende Pop-Acts in den Staaten töten würden. BTS ist nicht nur die erste koreanische Gruppe, die auf eine ausverkaufte US-Stadiontournee ging, sondern schaffte es auch in Saturday Night Live, The Late Show with Stephen Colbert und in das Lineup der Billboard Music Awards.

Performance, BTS, K-Pop